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Highway to hell oder wie es ist von Kambodscha nach Thailand zu fahren

Am Morgen sollten wir um viertel vor 8 am Guesthouse abgeholt werden, denn unser Bus sollte sich um 8.15 Uhr auf den Weg nach Thailand machen. Zuvor hatten wir im Internet wenig Gutes über die Busgesellschaft Virak Buntham gelesen, allerdings ist es das einzige Unternehmen, was die Grenzfahrt anbietet. Es wurde viertel vor 8… es wurde 8… es wurde viertel nach 8… und irgendwann kurz nach halb 9 (nachdem selbst das optimistische Guesthousepersonal dezent zum Telefonhörer griff) wurden wir endlich abgeholt. Dass der Bus natürlich schon abgefahren war, muss ich nicht mehr explizit erwähnen… Nachdem wir noch an anderen Hotels und Hostels gestrandete Passagiere eingesammelt haben, wurden wir zu dem 8.45 Uhr Bus (zum Glück fuhr noch ein zweiter) gebracht, sodass unsere Reise zur Grenze nach Koh Kong endlich losging. Stunden später erreichten wir dann auch die Grenze. Am Checkpoint in Kambodscha reisten wir letztendlich offiziell aus. Wir hatten großes Glück, dass wir zu diesem Zeitpunkt der einzige Reisebus waren und die Prozedur somit nicht übermäßig lang dauerte. Ansonsten kannst du hier gerne mal ein paar Stunden warten. Im Gegensatz zu uns, blieb unser Bus in Kambodscha und wir passierten demnach zu Fuß die Grenze.20160325_140706

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Auf thailändischer Seite reisten wir dann offiziell wieder ein und hielten dann zunächst erfolglos Ausschau nach Personen von der Virak Buntham. Offenbar endete die Zuständigkeit auf kambodschanischer Seite… Nachdem wir ein paar bekannte Gesichter aus unserem Bus (und auch unser Gepäck) gesichtet hatten, schlossen wir uns den Wartenden an. Unser Gepäck wurde gegen 1 US $ „Service“-Gebühr rausgerückt. Als wenn man eine Wahl gehabt hätte, diesen „Service“ nicht zu nutzen… Dann hieß es erst einmal warten, warten, warten. Ab und an wurde man gefragt, welches Endziel man in Thailand hätte und nach und nach wurden die Leute auf entsprechende Minibusse verteilt. Nachdem es endlich losging, machten wir einige Stunden später irgendwo im Nirgendwo einen Stop, wo wir gegen die Zahlung von 120 Bath die Weiterfahrt auf Koh Chang zum Endziel bezahlten. Der Preis von 25 US $ beinahltete demnach nur die Überfahrt nach Koh Chang. Da wir keine Ahnung hatten wo wir eigentlich bleiben wollten (wir wollten eigentlich auf der Fahrt recherchieren, aber das versprochene WiFi existierte nicht im Ansatz), sodass wir uns nach einer Empfehlung richteten und uns für den Lonely Beach entschieden.

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Gegen 20 Uhr  (also knapp 4 Stunden nach der  angekündigten Ankunftszeit) wurden wir dann auf der Inselstraße abgesetzt und suchten uns dort eine Bleibe. Timo wurde zuvor das Oasis empfohlen und so mieteten wir spontan einen Dschungelbungalow. Dieses sah auch vielversprechend aus, allerdings hatte man nachts das Gefühl, dass man auf dem Boden schlafen würde, sodass wir uns am nächsten Tag besser eine neue Bleibe suchten. Die Anlage hatte zwar auch „Deluxe“-Bungalows zu bieten, diese waren jedoch verhältnismäßig teuer…

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Auch auf Koh Chang stehen die meisten Bungalows nicht im Internet, allerdings gefiel uns das Paradise Cottage trotz des vergleichsweisen hohen Preises so gut, dass wir uns hier für die nächsten Nächte einbuchten. Denn auf Koh Chang wollten wir eigentlich nur noch entspannen…. Eigentlich!

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Hier lässt es sich doch gut aushalten:

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Der Weg zum Lonely Beach war abenteuerlich:

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Shrimps ❤

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Nightlife auf Koh Chang:

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In der Himmelbar gab es immer Freigetränke 😉

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… und 4 gewinnt.

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In der Ting Tong Bar konnten wir Live Music lauschen, auch wenn diese eher am frühen Abend gespielt wurde.

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Auf dem Weg zur Unterkunft konnten wir noch eine sich über viele Meter streckende Termitenstraße beobachten. Möglicherweise wurde eines der Holzbungalows abgetragen… Gut, dass unseres aus Beton war! 😉

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Achjah wieso eigentlich „eigentlich“? Das Wetter machte uns leider einen Strich durch die Rechnung, sodass das angestrebte Sonnenbaden buchstäblich ins Wasser fiel. Aber auch wenn wir auf Koh Chang etwas Pech mit dem Wetter hatten, waren es doch entspannte Tage auf der Insel. Für den Weg nach Bangkok hätten wir auf der Insel nur bis mittags ein Ticket buchen können, sodass wir uns entschieden auf eigene Faust nach Bangkok zu gelangen. So fuhren wir am späten Nachmittag mit dem Inseltaxi (100 Bath) zum Pier und setzten dann mit der Fähre (die fährt ca. bis 19 Uhr alle 45-60 Minuten) für 80 Bath über. Auf dem Festland angekommen war bereits alles ausgestorben. Lediglich ein Sammeltaxi fuhr die Strecke bis nach Trat, von wo der Nachtbus nach Bangkok gehen sollte. Also weitere 100 Bath und auf nach Trat. Dort buchten wir das Ticket für 23.30 Uhr. Die Fahrt verlief ausnahmsweise pünktlich, sodass wir am sehr frühen Morgen in Bangkok (Ekamai Busstation) ankamen. Nach einem schnellen 7/11-Frühstück nahmen wir uns ein Taxi zum Hotel. Allerdings hatte der Taxifahrer nur grob eine Ahnung, wo wir hin mussten, sodass wir gut 1,5 km vom Hotel entfernt rausgeschmissen wurden und den Rest zu Fuß liefen. Dank der Navigation von MAPS.ME aber kein Problem.

Im Hotel angekommen fühlten wir uns wie im Paradies auf Erden. Das überaus freundliche Personal ließ uns schon um 7 Uhr einchecken. Auch wenn unser Zimmer erst um 12 Uhr fertig war, konnten wir uns schon in Richtung Poolarea begeben.

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Hier ließ es sich wirklich mehr als gut aushalten und wir konnten auch gut eine Runde Schlaf nachholen.

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Mittags bezogen wir unser Zimmer, nach 3 Wochen Backpacking genossen wir um so mehr den Luxus eines richtig schönen Hotels.

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Auch wenn wir am liebsten uns gar nicht mehr vor die Tür bewegt hätten, entschieden wir uns doch noch ein wenig Bangkok zu entdecken. Mit der Fähre (7 BHT pro Person) legten wir das größte Stück zurück.

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Wie schon auf unserer ersten Reise durch Bangkok im November 2014, war der Wat Arun Ratchawararam Ratchaworamaha Wihan immer noch hinter einem Baugerüst verborgen. Da fühlt man sich doch gleich an den Kölner Dom erinnert… 😉

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Die Kao San Road bot uns das schon bekannte Bild, hier gönnten wir uns zum Abschluss nochmal eine schöne Thaimassage.

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Eigentlich wollten wir auch hier in der Ecke essen gehen, allerdings hatten wir unser Geld vershoppt, sodass wir die letzten Bath für eine Taxifart zum Hotel ausgaben. Obwohl der Weg eigentlich sehr einfach war, verfuhr sich unser Taxifahrer (mal wieder), sodass wir letztendlich nach der Irrfahrt dank MAPS.ME die Navigation übernahmen. Wieder mit Bargeld ausgestattet, schlenderten wir durch die Straßen und wurden in der Straße 18 Si Lom fündig. Es war mal wieder sehr lecker.

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Zurück am Hotel machten wir noch einen kleinen Ausflug zum 38. Stockwerk des Hotels, wo sich eine schöne Rooftopbar mit 360° Blick befand.

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Leider ist hier angeblich das Fotografieren mit einem Stativ verboten, sodass nur diese wackeligen Schnapschüsse dabei herauskamen…

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Am nächsten Tag (der Tag der Abreise) war unser Highlight das Hammer-Frühstück. Leider setzt ein voller Magen dem Genuss irgendwann Grenzen…

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Mit einer Taxi/Airportlink-Kombination (günstig und staufrei) erreichten wir diesmal pünktlich den Flughafen und konnten uns auf die vorletzte Station, Shanghai freuen. Im Gegensatz zur Hinreise sollte uns nun ein ganzer Tag zur Verfügung stehen, die chinesische Metropole näher kennen zu lernen.

Ein kleiner Tipp zum Abschluss: Wenn du diesen ATM in Thailand nutzt, erhälst du die Möglichkeit, dir einen Gutschein für jedes Mal Geldziehen ausdrucken zu lassen. Mit diesem kannst du in jedem FamilyMart entweder eine Dose Cola oder eine Packung Erdnüsse gratis erwerben. Du kannst auch mehrere Gutscheine auf einmal einlösen!

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Nächster Halt: Shanghai! 🙂

Cheers & Cheese ✌
Timo & Jorina

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Inseltraum Koh Rong

Am frühen Morgen buchten wir fix die Fähre nach Koh Rong  in unserem Hotel; Kosten: 20 US $ (Hin- und Rückweg, in der Hauptsaison kann es noch teurer sein). Dank Pick-Up ging es bequem zum Pier, wo wir auch gleich mit dem Speedboat ablegten und ca. eine Stunde später ankamen.

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Da wir die Erfahrung machten, dass viele günstige Unterkünfte auf den Inseln nicht im Internet gelistet sind, hatten wir noch nichts gebucht und schlenderten somit zunächst ziellos den Strand entlang. Kaum den Fuß in den Sand gesetzt, wirst du direkt angesprochen und es werden dir Angebote unterbreitet. Bungalow für 35 US $? Nein, danke! Wenige Meter links vorm Pier (vor der kleinen Brücke) wurden wir fündig: 8 US $ pro Nacht im Private Room: Direkt am Ort des Geschehens, aber ohne laute Musik der  Bars, Ventilator, Moskitonetz, Meerblick… Was will man mehr?

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Jorina schloss gleich Freundschaft mit einer kleinen Katze, die ihr sodann überall hin folgte… Selbst in unser Bett.

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Als erstes erkundeten wir ein wenig die Insel und fanden am Police Beach gleich einen tollen Ort zum Entspannen. Hatten wir uns auch verdient!

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Weißt du zufällig wie man den blöden Zeitstempel bei der Actioncam herausbekommt? Wir finden zwar die Einstellung, aber egal, ob on oder off, es ändert sich nix…

Am Abend ging es noch zu einem Abstecher hoch in die Skybar…

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Aber was mussten wir hier zu meinem Entsetzen finden?

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Ab damit wo es hin gehört!

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Toller Ausblick und dank 2 für 1 Angebot bei Cocktails auch bezahlbar.

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Zu einem guten Morgen gehört Frühstück… zu einem großartigen Morgen gehört dieser Ausblick! 🙂

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Kurz darauf entschlossen wir uns, die rund einstündige Dschungelwanderung zum Long Beach (Sok San Beach) zu wagen. Der Weg ist zwar nicht wirklich immer ersichtlich, aber du findest dich schon zurecht. Gegen Ende (ab dem Windy-Stone – endlich Wind!) darfst du dich hier noch auf einen steilen Abstieg die Felsen hinunter freuen. Nicht für jedermann geeignet, aber für sportliche Leute durchaus machbar. Unbedingt genügend Wasser einpacken!

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Der 7 km lange weiße Sandstrand entschädigt dich letzten Endes für die Strapazen. So etwas Feines und Weißes haben wir selbst in der Karibik nicht gesehen. Der Sand quietschte sogar, als wir den Strand entlang liefen. Außer ein paar Menschen, den Taxiboten am Anfang und hier und da einer einsamen Hütte, ist hier nichts los und du findest Ruhe und Entspannung. Auf dieser Seite gibt es weiter hinten auch einige Hotelanlagen… für Freunde der Einsamkeit.

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Nach dem Sonnenuntergang fuhren wir mit dem Taxiboot zurück zu unserer Seite der Insel (5 US $ pro Person).

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Letzter Tag, letztes Essen, aber mit Gästen… oder Nachtisch? 😀

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Auf den Insel gibt es im Übrigen keinen Geldautomaten (ATM)! Daher unbedingt vorher ausreichend Geld abholen. Wenn du dich allerdings verkalkuliert hast, kannst du dir an einigen Buden im Notfall Geld leihen. Nach den Zinsen haben wir allerdings nicht gefragt.

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Kurz bevor uns die Fähre aus unserem Inselparadies fortbringen sollte, gönnten wir uns noch ein paar Sonnenstunden am Police Beach. Einziger Mensch im Wasser: Jorina.

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Kleiner Kritikpunkt am Ende: Leider sahen wir schon die Bagger und den großen Betonsteg am Long Beach… Lange wird es hier nicht mehr so paradisisch aussehen. Wenn du also noch einmal die Abgeschiedenheit dieser kleinen Trauminsel genießen willst, solltest du dich beeilen!

Neben der wohl steigenden Kommerzialisierung der Insel, müssen wir noch anmerken, dass das „Abwassersystem“ hier leider nicht wirklich durchdacht ist… Alles (also wirklich alles, was diverse Rohre verlässt) fließt einfach in einen Tümpel hinter den Strandbuden. Sind diese voll, bilden sich kleine Flüsse, die sich über den sonst (meistens) wunderschönen, feinen, weißen Sandstrand hinweg ins Meer bewegen. Kein schöner Anblick… vom Geruch ganz zu schweigen. Sollte aber niemand abhalten hier her zu kommen!

So sah es z. B. bei uns hinterm Haus aus:

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Bye Bye Koh  Rong, es war uns eine Ehre!

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Zurück in der Hafenstadt Sihanoukville liefen wir an den zahlreichen Strandbuden entlang zu unserer Unterkunft für diese Nacht. Wir staunten nicht schlecht, als wir die Anlage betraten…

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Das Zana Beach Guesthouse überzeugte uns nicht nur mit dem schönen Atrium, sondern auch mit großen und komfortablen Zimmern sowie mit einem guten Service. Außerdem war der Preis mit lächerlichen 14 US $ die Nacht mehr als anständig.

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Zum Abschluss, gingen wir noch etwas essen, liefen an dem Wahrzeichen der Stadt, den goldenen Löwen vorbei und gönnten uns ein frisch Gezapftes in einer der Strandbuden.

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Nächster Stop: Koh Chang in Thailand! Aber der Weg über die Grenze sollte uns wieder einiges an Nerven kosten…

Cheers & Cheese ✌
Timo