Kidshelp & ein kurzer Abstecher nach Phnom Penh

Morgens um halb 6 (eine halbe Stunde vor geplanter Ankunft) hielt unser Bus in Kambodschas Hauptstadt. Da man online kurzfristig kein Ticket zur Weiterfahrt mehr buchen konnte, empfahl uns der Support, einen anderen Tag zu buchen, damit wir im Anschluss durch das Busunternehmen umgebucht werden konnten. Gesagt, getan. Allerdings bekamen wir keine Bestätigungsmail, sodass unser erstes Ziel das Office der Busagentur von Mekong Express war. Nach langem hin und her konnte uns der Mitarbeiter endlich umbuchen. Danach schlenderten wir entlang der Promenade des Mekong. In der Regenzeit hat der Mekong soviel Wasser, dass er den Tonle Sap (der hier auf den Mekong trifft) zurückdrängt, sodass sich die facto die Stromrichtung des Tonle Sap ändert. Verrückt!

DSC_0519

DSC_0516

Überraschenderweise herrschte schon ein reges Leben, besonders den Frühsport betreffend. Es gab sogar ein Outdoor-Fitnessstudio!

20160321_063336

20160321_063202

Wir verzichten allerdings, passierten stattdessen den ein oder anderen Tempel und suchten uns schließlich Bistro zum Frühstücken.

DSC_0522

DSC_0524

Thema Frühstück: Aufgrund der kolonialen Vergangenheit unter Frankreich findet man an jeder Ecke Baguettes in allen Variationen, gar nicht mal so asiatisch. Im The Shop gönnten wir uns nach der Nacht im Bus ein ausgiebiges Frühstück. Frisch gestärkt machten wir uns dann auf dem Weg zum Königspalast, DIE Attraktion in Phnom Penh. Aber anstatt den  Tourischaren Richtung Eingang hinterherzutrotten, warteten wir auf Raphael. (Die Öffnungszeiten des Palastes passten leider nicht in unseren Zeitplan – Einlass erst ab 08:00 Uhr.) Aber wer war jetzt eigentlich Raphael? Raphael ist Auslandsmitarbeiter des unabhängigen Vereins Kidshelp Kambodscha und koordiniert die Hilfe vor Ort. Seit über 10 Jahren fördert der Verein Maßnahmen zur Verbesserung der schulischen Infrastruktur in Kamboscha und betreut ca. 400 Patenkinder.

DSC_0553

DSC_0551

DSC_0550

DSC_0526

DSC_0527

Vor Kurzem habe ich daher eine Patenschaft für ein kleines Mädchen in Kambodscha übernommen und wollte die Gelegenheit unserer Asienreise nutzen, die 6-jährige  Srey Vi kennenzulernen. Im Gegensatz zu den großen Organisationen kommt die Spende bei Kidshelp wirklich bei dem einzelnen Kind an (es wird in etwa das Schulgeld oder das Studium bezahlt) und fließt nicht in teure Werbung oder verschwindet im Verwaltungsaufwand. Eine wirklich tolle Sache! Daneben betreibt Kidshelp noch eine Englischschule. Schon für 4 Euro im Monat kann man hier den Unterricht mitfinanzieren. Es kann also wirklich jeder helfen! 🙂 Die kleine Srey Vi wohnt mit ihrer Familie unweit von der Schule, sodass wir nach einem kurzen Fußweg das sehr einfache Haus erreichten. Das Mädchen war so schüchtern, dass es sich gar nicht getraut hatte, uns sich auch nur ein wenig zu nähern (in etwa mein kambodschanisches Mini-me?!). Ich glaube sie hat sich aber trotzdem über das mitgebrachte Malbuch und die Elefantentasche sehr gefreut.

DSC_0531

DSC_0534

DSC_0541

Jedenfalls hab ich sie später in der Englischschule damit rumlaufen sehen… (dritte Reihe rechts) 😉

DSC_0575

Sehr aufmerksam von der Familie fand ich, dass auch ich von der Kleinen ein Geschenk (zwei kambodschanische Schals) überreicht bekommen hab.

DSC_0538

Im Dorf selbst arbeiten übrigens auch mehrere Frauen an Webgeräten!

DSC_0543

Am Nachmittag erlebten wir noch live den Englischunterricht. Bevor dieser allerdings begann, wurde erstmal tatkräftig gesungen. Richtig klasse!

Danach spielten wir noch ein wenig Mäuschen beim Unterricht der Kleinen…

DSC_0560

Mit dem schönen Gefühl, dass man was Gutes tut, fuhr uns Raphael zurück in die City. Um 5 sollte der Bus gehen und um 4 der Pick-Up am Office vom Mekong Express. Der Pick-Up-Bus entpuppte sich letztendlich allerdings als der „VIP Minivan“, mit dem es an die Küstenstadt Sihanoukville gehen sollte. So verbrachten wir die ersten 1,5 Stunden damit, in ganz Phnom Penh irgendwelche Leute aufzugabeln. Das Ganze wurde in Discolautstärke von irgendwelcher „landestypischen“ Schlagermusik untermalt. Es war wirklich eine Folter! Dabei hatten wir uns extra für dieses (teurere) Unternehmen entschieden, weil die Online-Rezensionen der anderen Unternehmen entweder abschreckend waren oder am Nachmittag nicht mehr fuhren. Das einzig positiv überraschende war, dass alle Fahrgäste  zu ihren Unterkünften gefahren wurden. War ja auch schon spät… Mega müde checkten wir im Sihanoukville Plaza Hotel ein, töteten mindestens 8 Moskitos im Zimmer und suchten noch einen Happen zu essen, bevor wir endlich schlafen duften!

DSC_0578

DSC_0580

Cheers & Cheese, Jorina

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s