Angkor What???

Nach unserem Ausflug nach Pai, packten wir unsere sieben Sachen und machten uns bereit für die Weiterreise nach Kambodscha. Netterweise fuhr uns Theddas Tochter Linda (die Namensgeberin des Guesthouses) für 200 BHT zum Flughafen. Mit Air Asia Fly Thru (also einem Connection Flight) ging es über Bangkok nach Siem Reap in Kambodscha. Obwohl der erste Flug über eine Stunde Verspätung hatte, lief alles problemlos. Daher solltest du bei knappen Verbindungen sicherheitshalber auf die Connection Flights der selben Airline setzen. In Kambodscha angekommen, ging es zunächst zum Schalter fürs Visa on Arrival. Hier gibst du die im Flugzeug ausgefüllten Einreiseformulare ab und kannst dir danach am nächsten Schalter dein Visum abholen, welches in den Reisepass geklebt wird. Kostenpunkt für das Visum: 30 US $, sofern du ein Passbild mitgebracht hast (sonst 35 US $). Das Format spielt, trotz widersprüchlicher Angaben im Internet, keine Rolle. Wenn du dir keine Dollarnoten in Deutschland besorgt hast, kannst du dir am Flughafen unproblematisch welche am ATM ziehen (z. B. kostenlos mit der DKB-VISA-CARD). Offizielles Zahlungsmittel in Kambodscha sind wie bereits erwähnt US Dollar. Statt Cents wird jedoch die „eigene“ Währung benutzt. Ein Quarter (also 0,25 US $) entsprechen 1.000 Kambodschanischen Riel. Am Ausgang des Flughafens wartete schon unser Free Shuttle Service des Greenpark Village Guesthouses auf uns.

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Kurz die Klamotten abgeladen, suchten wir noch etwas zu futtern. Am Straßenrand triffst du überall auf die schon aus Thailand bekannten Garküchen. Allerdings ist Khmer Food geschmacklich doch ganz anders als die thailändische Küche. Unser erstes Mahl bestand aus Reis mit Rind und diversem Gemüse. Klingt erstmal gleich, schmeckte aber komplett anders; jedoch sehr gut.

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Eine große Flasche Wasser bekommst du an den vielen kleinen Ständen mit den roten Kühlboxen und auch in Supermärkten für 0,50 US $ – 1 US $.

Am nächsten Tag wurde erst einmal 4free gefrühstückt, bevor wir uns auf dem Weg zu einem Fahrradverleih machten. Für 2 US $ bekommst du hier ein sehr einfaches Fahrrad am Tag. Du solltet allerdings besser ein paar Dollar mehr in die Hand nehmen und dir für 5 US $ ein Mountainbike „gönnen“, da die Straßen und Wege teilweise sehr hüggelig, steinig oder sandig sind. Natürlich passierte auf dem Weg zur ersten Station das, was passieren musste und mittlerweile schon DER Running Gag ist: Reifenplatten! Also zurück und reparieren lassen. Hoffentlich passiert nicht nochmal etwas, wenn wir weiter weg sind… Vor dem ersten Stop, dem weltberühmten Tempel Angkor Wat, stießen wir auf die ersten Affen dieser Reise. Obwohl wir von der ersten Asientour einiges gewohnt waren, fletschen die Exemplare hier doch etwas sehr aggro ihre Zähne. Solang du ihnen jedoch etwas zu essen gibst, sind sie ganz freundlich.

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Du solltest allerdings aufpassen, was sich so in deinem Körbchen versteckt (beim Verleih drauf achten; die Dinger sind sehr praktisch). Die Affen hatten nämlich ziemlich schnell heraus, wo die leckeren Bananen herkamen, fokussierten unser Körbchen und ließen uns nicht mehr ans Fahrrad.

Kurz darauf erreichten wir Angkor Wat. Dieser und die meisten anderen Tempel in der näheren Umgebung können mit dem Angkor Pass besucht werden. Ein Tag kostet 20 US $, 3 Tage kosten 40 $ (Achtung: Die Tickets gibt es nur am Haupteingang, nicht bei den Nebentoren). Wenn du früh morgens aufstehst und den ganzen Tag stringent durchziehst, könntest du wohl das meiste an einem Tag schaffen. Da die brennende Sonne jedoch ziemlich ermürbend war, entschieden wir uns für die „entspanntere“ Variante und teilten uns die Tempel auf mehrere Tage auf. Tickets gibt es auf dem Weg. Alternativ kannst du die Tempel auch mit dem Tuk-Tuk abfahren; 12-15 US $ werden hier je nach Tourgröße fällig.

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Angkor Wat (zu dt. Stadt Tempel) ist die bekannteste Anlage des riesigen Areals. Sie wurde im 12. Jahrhundert erbaut und ist noch ziemlich gut erhalten. Wahrscheinlich auch, weil wir Deutschen (Jorina verbessert: KÖLNER) die Restauration finanzieren und leiten. 😉

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Als nächstes ging es zum Bayon, der mit seinen in Stein gemeißelten Gesichtern Eindruck macht. Vorher musst du allerdings noch über die Brücke durchs Südtor Angkor Thom. Dort trafen wir wieder auf eine diesmal nicht ganz so freche Affenbande.

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Das Affentheater im Video:

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Von dort aus fuhren wir noch die Schleife am Dead Gate entlang, wieder am Bayon vorbei und von dort zum empfohlenen Sunset View am Point Bakheng Hill. Obwohl wir eine dreiviertel Stunde vor dem Sonnenuntergang hier aufschlugen, war die Tempelterrasse so voll, dass niemand mehr darauf gelassen wurde. Dennoch fanden wir ein nettes Plätzchen zum Beobachten des Sonnenuntergangs.

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Angkor Wat Sunset

Da die meisten Räder kein Licht haben, waren wir froh unsere Stirnlampen dabei gehabt zu haben. Auch wer den Verkehr in Thai kennt (und fürchtet), wird in Kambodscha möglicherweise trotzdem Probleme bekommen, denn hier herrscht ein wirklich rücksichtsloses Verkehrsverhalten Wir schlugen uns aber ganz gut. Getreu dem Motto: Wer bremst verliert!

Den Abend ließen wir gemühtlich am Hostel mit Angkor und Cambodia (natürlich lokale Biermarken! 😉 ) ausklingen.

Da wir den Sonnenaufgang am Angkor Wat erleben wollten (laut Angkor-Map DER Sunrise Viewpoint), klingelte der Wecker bereits um 5 Uhr morgens. In der Wetterapp meines Handys angegebene Zeit des Sonnenaufgangs: 06:11 Uhr. Auf dem Weg zum Tempel sahen wir allerdings schon die spektakulärsten Farbenspiele am Himmel. Leider dauerten diese nur wenige Minuten. Mist! Alles umsonst? Zum Glück nicht! Am Angkor War angekommen, fanden wir noch einen Fotospot, der der aufgehenden Sonne gerecht wurde.

Angkor Wat Sunrise

Danach fuhren wir noch einige andere Tempel innerhalb des Angkor Archilogical Parks ab. Als erstes fuhren wir zum Baphuon. Jorina wurde hier unverständlicherweise nicht hereingelassen, da die Verhüllung mit einem Schal plötzlich nicht mehr ausreichte… Es mussten zwingend Shirt und Hose sein! Ansonsten hatten wir bei keinem anderen Tempel Probleme damit.

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Danach kamen wir auf dem Weg zum Ta Keo noch am Chau Say Tevoda vorbei.

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Am besten gefallen hat uns aber der Dschungeltempel Ta Phrom.

Ta Phrom

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Dieser Tempel diente im Übrigen als Kulisse für den Film Lara Croft: Tomb Raider mit Angelina Jolie:

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Die Anlage sollte am nächsten Tag jedoch noch getoppt werden…

Nach der morgentlichen Fahrradtempeltour ging es jedenfalls mit dem gratis Shuttle des Hostels in die Stadt.

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Bevor es hier mit dem Programm weiter ging, aßen wir noch ein richtig geiles Mittagessen bestehend aus Fisch Amok, Schwein mit Ananas, Reis und Shrimps im frittierten Teigmantel. Dazu gab es gratis Eistee und zwei gezapfte große Biere. Alles zusammen: 5 US $!

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Nächster Programmpunkt war dann die Silkfarm. Dazu buchten wir vorab bei Artisans Angkor Silk Farm einen freien Shuttle zur Seidenfarm. Die Fahrt dauerte ca. eine halbe Stunde. Die gleich startende geführte Tour  war positiverweise auch umsonst. Eine Stunde lang führte uns der Guide über die Farm und zeigte uns die verschiedenen Schritte (von der Seidenraupe bis zum fertigen Schal), um Seidenprodukte herzustellen. Wenn man sieht, wie die Damen hier höchstkomplizierte und schwere Arbeiten durchführen, empfindet man nur allerhöchsten Respekt. Zwei Tage dauert es beispielsweise um einen dreifarbigen Seidenschal in Handarbeit herzustellen.

Raupenfutter:

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Kokons:

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Entpuppte Raupen:

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Gewinnung der Fäden:

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Färbung der Seide mit natürlichen Farbstoffen:

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Webprozess:

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Nach der wirklich sehr interessanten und informativen Tour, hatten wir noch eine halbe Stunde im angeschlossenen Shop. Dass die Stücke alle Handarbeit waren, schlug sich natürlich im Preis nieder; für uns damit eher außerhalb des Budgets. Schön waren sie allerdings. Insgesamt sehr empfehlenswert der Trip.

Zurück in der City überraschte uns wie schön es hier überall ist, da wir von unserer Straße ein anderes Bild gewohnt waren. Dank freiem Transport von unserem sehr schönen Hostel mit hilfsbereitem Personal, ist der Standortnachteil jedoch schnell ausgeglichen.

Unsere Straße:

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Citykern:

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Abends schlenderten wir noch durch die City zum Nightmarket, über The Alley/The Passage und setzten uns auch zwischendurch noch in ein Lokal auf der Pubstreet. Hier lässt es sich dank 0,50 US $ pro Bier ganz gut aushalten.

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Zum Abschluss genehmigten wir uns noch einen sehr günstigen und leckeren Snack bevor es mit dem Tuk-Tuk zum Hostel ging (3 US $).

Im nächsten Beitrag nehmen wir dich mit in einen Dschungeltempel, in dem sich selbst Indiana Jones verirren würde und zeigen dir, ob man uns in der Kochschule beibringen konnte, wie man Khmer Food zubereitet…

Cheers & Cheese ✌
Timo

 

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