762 Kurven bis nach Pai oder: Lost in Transportation #2

Pai, eine kleine Stadt im Norden Thailands, ist ein beliebtes Plätzchen sowohl bei Einheimischen als auch Backpackern. Da wir bisher nur Gutes gehört haben, entschlossen wir uns an diesem Tag mit dem Roller die ca. 140 km lange Strecke durch die Berge und genau 762 Kurven zu fahren. Die gut vierstündige Fahrt machte richtig viel Spaß. Auch passionierte Mopedfahrer kämen hier auf ihre Kosten. Tankstellen findest du im Übrigen einige auf dem Weg, nur in den höheren Lagen haben wir keine gesehen.

Der Weg im Video:

Kleine Pause:

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Allerdings unterschätzen wir die Sonne an diesen Tag, sodass wir beide rot wie Hummer in Pai ankamen. Den Ort erreichst du über eine Brücke. Direkt daneben befindet sich die inzwischen dritte Version der historischen 2. Weltkriegsbrücke, die urspünglich mal von den Japanern gebaut wurde, um nach Burma (das heutige Myanmar) zu gelangen.

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Über die Herkunft des Namens „Pai“ darf spekuliert werden… Möglicherweise kommt es vom Dai-Wort Pai, was soviel wie Evakuierung oder Flucht bedeutet (2. Weltkrieg). Andere Theorien begründen sich auf den Namen des ehemaligen Dai Führers „Kun Dang Pai“ oder beziehen sich auf die Übersetzung des Wortes für männlichen Elefant: „Plai“.

Kurz bevor wir das idyllische Örtchen erreichten, machten wir einen Stop am Pai Canyon. Der Zutritt ist kostenfrei.

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In der Nähe befinden sich auch die Hot Springs. Allerdings sollte der Zutritt 300 BHT pro Person kosten, sodass wir uns den Besuch sparten. Und ganz ehrlich: Wen interessieren bei 37 Grad schon Hot Springs?!
In Pai angekommen checkten wir im Villa de Pai ein, wo wir kurz vorher ein kleines Bungalow für wenig Geld gebucht hatten. Klare Empfehlung! Du bist Mitten im Zentrum, es liegt aber trotzdem ruhig.

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Anschließend wollten wir etwas Essen gehen, jedoch schienen alle Restaurant und Buden noch tief im Mittagsschlaf zu stecken.

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Nachdem wir dann doch endlich satt wurden, fuhren wir mit dem Roller hoch zum Viewpoint im chinesischen Viertel. Dort wurde zwar ein kleines Eintrittsgeld erhoben, der kostenlose Auschank von Tee sowie Bananas4free glichen den Betrag jedoch aus.

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Als nächstes Stand noch der Mo Paeng Waterfall auf dem Programm. In der Regenzeit scheint dieser wohl sehr tückisch zu sein, wie uns dieses Schild mitteilte:
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Der reißende Wasserfall, den wir vorfanden, entpuppte sich als jedenfalls eher als winziges Bächlein.

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Auf dem Rückweg entdeckten wir noch Knoblauchfelder 😀
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Zurück in Pai schlenderten wir über den Nachtmarkt und gönntem uns dann eine schöne Massage.
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Als wir nach einer Stunde (es muss gegen 22 Uhr gewesen sein) wieder auf die Straße traten, war diese wie leergefegt. Selbst der Großteil der Stände am Nightmarket war schon abgebaut. Zum Glück konnten wir immerhin in der Buffalo Bar noch lecker essen und trinken.
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Hier hat uns ein Hund adoptiert:

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Am nächsten Morgen wollten wir eigentlich noch etwas frühstücken. Als wir am Café ankamen, herrschte hier jedoch eher tote Hose, statt Rührei mit Bacon. Ausgewiesene Öffnungszeiten scheinen hier wohl nicht zu interessieren. Ohne Frühstück machten wir uns auf den Rückweg nach Chiang Mai, denn abends sollte unser Flieger nach Kambodscha gehen. Auch die Rückfahrt machte zunächst riesigen Spaß (im Minivan kostet die ca. 3 stündige Fahrt übrigens zwischen 150 und 200 BHT p.P.) bis ich auf einmal merkte, dass ich keine hundertprozentige Kontrolle über unser Gefährt hatte. Links ran und abgestiegen, bewahrheite sich meine Befürchtung: Wir hatten einen Platten, also keine Chance weiterzukommen und die zweite Hälfte des Weges war noch zu fahren. Nach ca. 5-10 Minuten erbarmte sich ein netter Thai mit Bus und nahm uns samt Roller ins nächstgelegene Dorf mit, wo eine kleine Werkstatt war.

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Professional wurde dann der Schlauch erneuert, sodass wir nach ca. einer Stunde weiterfahren konnten. Der ganze Spaß hat übrigens ca. 4.50 € gekostet. Teuer geht anders. Erstmal Coconutshake-break.

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Nachdem wir den Roller endlich wieder losgeworden sind, füllten wir unsere Energiereserven auf und gingen dann zurück zu Theddas Guesthouse, wo wir unser Gepäck zwischengelagert hatten…

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Zwei wirklich abenteuerliche Tage!

Cheers & Cheese ✌
Jorina

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