Oh wei oh wei Shanghai oder auch: Lost in Transportation

Endlich Urlaub! Nachdem der letzte Aufenthalt in der Sonne nun doch schon etwas weiter in der Vergangenheit liegt, war die Vorfreude auf 3.5 Wochen Sonne nun sehr groß. Morgens reisten wir per ICE (diesmal gab es kein Bahncard Debakel :D) in Frankfurt an, um dann in den Flieger nach Shanghai zu steigen.

image

Das Flugzeug war so, wie man es von einem Langstreckenflug in der Economy kennt: Einigermaßen genug Platz, durchschnittliches Essen und ein breitgefächertes Entertainmentangebot.

image

image

Im Gegensatz zur arabischen Konkurrenz ging den Chinesen allerdings sehr schnell das Bier aus. Ein klarer Minuspunkt. Auch Freundlichkeit scheint im fernen China vergnügungssteuerpflichtig zu sein, aber ansonsten gab’s nichts zu beanstanden. Etwa eine 3/4-Stunde vor der Landung erschienen auf den Bildschirmen diese drei Menschen, die den Passagieren die eine oder andere Entspannungsübung beibrachten…Verlückt

image

Nach gut 10.5h landeten wir sodann am Pudong International Airport, rund 35km außerhalb von Shanghai. Da wir 7.5h bis zum Weiterflug nach Bangkok hatten, entschieden wir uns, den Flughafen zu verlassen und einen Abstecher in die City zu machen. Seit kurzem ist es für Transitgäste möglich, 144h visumsfrei nach Shanghai einzureisen. Hierfür gibt es sogar einen eigenen Schalter. Nicht nur, dass das befürchtete Chaos ausblieb, sondern es war einfach mal gar nichts los. Mit uns reisten nur noch zwei andere Menschen, Robert und Ferdi, auf diesem Weg ein. Der einzig freundliche Chinese der mir an diesem Tag begegnete war bei der Einreise. Er fragte, ob ich Jolina hieße! 😀
Nachdem wir alle Kontrollen passiert hatten, wurden wir wie Superstars jubelnd (!) von fotografierenden chinesischen Teeniegirls empfangen. Nach der Aufregung  suchten wir den nächsten ATM auf, um uns mit Bargeld auszustatten. Was weltweit Dank VISA und MASTER problemlos abläuft und es keiner literarischen Würdigung bedarf, stellte sich im Land der aufgehenden Sonne als wahre Mammutaufgabe heraus, denn die Automaten spuckten uns kein Geld aus und die offiziellen Wechselstuben hatten nicht offen. Die einzige Option, von einem wenig vertrauenserweckendem Airportmitarbeiter (der mir weiß machen wollte kein ATM in ganz Shanghai würde europäische Kreditkarten akzeptieren) einen grottenschlechten Kurs anzunehmen, lehnten wir ab. Das Ticket für die Transrapidbahn (übrigens die einzige öffentliche weltweit; München war das Ding trotz der eindrucksvollen Stoiberrede ja zu teuer) zur Metrostation Longyang Road konnten wir glücklicherweise mit der Kreditkarte zahlen (Roundtrip 80 RMB). Ganz schön schnell das Ding!

image

20160311_122554.jpg

image

Innerhalb von ca. 8 Minuten waren wir  also an der Metrostation; zwar ein relativ großer Komplex aber auch hier weit und breit kein ATM und Kartenzahlung nicht möglich. Also irrten wir etwas umher, bis wir Dank MAPS.ME einen ATM gefunden hatten, der uns gnädigerweise auszahlte. Mit Bargeld glücklich bestückt, ging es wieder zur Metro, wo wir vor die letzte Hürde gestellt wurden: Der Ticketautomat nahm keine „großen“ Scheine an. Also schnell etwas zu trinken kaufen, um Wechselgeld zu erhalten. Dann war unser Leidensweg aber geschafft. Glücklich stiegen wir in die Metro (Einzelticket 4 RMB), aber nicht ohne dass zuvor standardmäßig wie am Flughafen die Taschen durchleuchtet wurden. In der Metro verhöhnte uns dann diese Werbung:

image

Nach der Metrofahrt liefen die East Nanjing Road (ebenso der Name der Haltestelle) Richtung “ The Bund“ (Shanghais Promenade). Von hier aus hat man den berühmtem Ausblick auf die Skyline. Der Smok vernebelte ein wenig die Sicht, aber abends ist es bestimmt der Hammer!

DSC_0005

K1600_DSC_0022

DSC_0012

DSC_0009

Von dort aus schlenderten wir weiter Richtung Yuyuang Garden, wo wir kurz vorher Zeugen dieses schönen öffentlichen Tanzes wurden.

K1600_DSC_0044

K1600_DSC_0056

Da die Zeit für uns langsam knapp wurde, vertagten wir den Besuch des Gartens auf unseren Rückweg aus Thailand und gingen stattdessen in einer kleinen Garküche Nudeln essen. Sehr lecker, aber der berechnete Preis hatte sicherlich einen Touriaufschlag…

K1600_DSC_0048

K1600_DSC_0051

K1600_DSC_0049

Was tut das Kind da?! Doch nicht etwa…:D

K1600_DSC_0031

Der Weg zum Flughafen verlief reibungslos, sdass wir ausnahmsweise pünktlich am Gate waren. Etwas eigenartig empfand ich es, dass ich extrem unfreundlich dazu aufgefordert wurde, irgendwelche Ausreisepapiere auszufüllen und dabei ja nicht im Weg zu stehen, während Timo ohne dieses Prozedere einfach durchgewunken wurde… (Anmerkung Timo: Wer kann, der soll!)
Die Einreise nach Thailand verlief reibungslos. Da unser Weiterflug am nächsten Tag vom Domestic Airport ging, suchten wir den Shuttlebus zu diesem Flughafen auf. Mit vorgezeigtem Flugticket war die 75 minütige Fahrt übrigens kostenlos.

image

image

Am Don Mueang Airport angekommen trennte uns nur noch eine Viertelstunde Fußweg zum Guesthouse. Für eine Nacht absolut ausreichend.

image

Die Gegend hat außer einem Tempel zwar nichts zu bieten, ein kaltes LEO gibt es aber natürlich trotzdem. Schmeckt genauso gut wie vor 1.5 Jahren 😀 LEOPOWER

image

image

Und plötzlich kam ein Fisch (buchstäblich) geflogen :-O

image

Cheers & Cheese, Jorina

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s